... aus der Gemeinschaft

Berichte


Boßeln an den Ricklinger Kiesteichen

22.09.2019  

Der Vorstand der Siedlergemeinschaft Groß-Ricklingen, immer offen für Neues, hat am Samstag, 22. September getestet, ob sich das Boßeln, eher im Nordwesten Deutschlands beheimatet, auch für Hannovers Süden eignet. Wichtige Kriterien waren dabei die Eigenschaften der Strecke (lange Geraden, weite Kurven, geringer Autoverkehr), die Akzeptanz bei Radfahrern und Spaziergängern sowie der Spaß der Teilnehmer.

Mit 10 Mitgliedern unserer Gemeinschaft in 2 Mannschaften mit je einem Bollerwagen als Begleitfahrzeug führte die Tour um den Dreiecksteich; sie begann und endete am Deichtor. Die vereinfachten Regeln unserer Tour lauteten: Gewonnen hat diejenige Mannschaft, die für die Strecke die wenigsten Würfe benötigt. Die Mannschaft, die gerade zurückliegt, hat den nächsten Wurf.

Wer schon mal auf einer Kegel- oder Bowlingbahn war, weiß, dass ein gerade angesetzter Wurf tatsächlich nicht immer geradeaus läuft. Das gilt noch mehr für Asphalt- und Schotterwege. Oft sind es Schlaglöcher oder Steine auf der Strecke, die die Richtung beeinflussen. Die Experten versuchen, die Straßenwölbung zu nutzen, wenn sie die Kugel um die Kurve treiben wollen. Geht das Spielgerät dabei in die Büsche, die Brennesseln oder in den Teich, wird es herausfischt, wobei eine Art Apfelpflücker gute Dienste leistet.

Solche Unterbrechungen kann man gut zur Einnahme von kleinen oder größeren Kaltgetränken nutzen. Auch wenn ein Auto den Weg kreuzt (wir wurden mehrfach von landwirtschaftlichen Fahr­zeugen mit Anhängern an der Vorwärtsbewegung gehindert), legt man sinnvollerweise eine Erfrischungspause ein, Anders verhält es sich mit Fahrrad­fahrern: Diese kommen oft erst in dem Moment ins Blickfeld, wenn der Spieler die Kugel bereits geworfen hat. Von ambitionierten Rennradlern abgesehen (müssen diese Sportler unbedingt im Spätsommer samstagnachmittags an den Kiesteichen trainieren?) hatten die meisten für uns Verständnis. Mit Fußgängern oder Sonnenanbeter/-innen am Teich kommt man sogar regelmäßig gut ins Gespräch. Wir wurden oft um Erläuterungen zum Spiel gebeten oder für unseren Sportsgeist gelobt, vor allem dann, wenn wir sie an unseren Getränken teilhaben ließen.

Die Tour endete mit 57 bzw. 58 Würfen fast unentschieden. Mit Blick auf das gute Wetter verzichteten wir auf das traditionelle Kohlessen im Anschluss an die sportliche Leistung und gönnten uns noch eine Pizza oder Pasta.

Wir werden sicher zeitnah weitere Boßel-Touren für Mitglieder und Gäste anbieten.



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